CO2-Rechner: Besuch im PIK

Gerard und Nikolai vor dem PIK

Im März haben Gerard und Nikolai von Cosum.de das renommierte Potsdam Insitute for Climate Impact Research besucht. Bei einem Treffen mit Herrn Prof. Dr. Kropp wurde über Berechnung und Erfassung des klimaschädlichen CO2-Gases gesprochen. Für die Cosum-Plattform ist ein einfacher CO2-Rechner geplant. Sein Fazit lautet: Einen präzisen CO2-Rechner zu erstellen ist so gut wie unmöglich. Es gibt nur die Möglichkeit einer Annäherung an die Wirklichkeit – zu viele nicht kalkulierbare Umstände spielen eine Rolle.

Ein Beispiel: Für Obst und Gemüse ist eine CO2-Kalkulation relativ einfach zu erstellen. Eine Tomate besteht nicht aus vielen Einzelteilen. Die Warenkette ist klar benennbar: der Anbau im Gewächshaus (CO2 bei der Beheizung), die Ernte (CO2 beim Maschineneinsatz), dann Verpackung, Transport, Lagerung und Kühlung. Für die Berechnung einer Alu-Leiter sieht die Warenkette viel komplexer aus: Aluminium hat den Vorstoff Bauxit, hier gibt es CO2-Werte, für die Berechnung der Lieiterstufen ist das schon schwieriger. Noch komplexer wird die CO2-Berechnung beispielsweise für eine Bohrmaschine, die aus vielen Einzelteilen besteht, welche unter Umständen aus verschiedenen Erdteilen kommen und erst in einer Fabrik zusammen gesetzt werden.

In der wissenschaftlichen Praxis werde die „rule of sum“ angewendet, erläuterte Herr Kropp. Sie vereinfache die CO2-Berechnung. Für unseren CO2-Rechner werden ebenso vereinfachende Annahmen vorgenommen, welche wir – zusammen mit den Berechnungsformeln – allen Interessierten zugänglich machen werden.

Eine weitere Frage lautete: Wird die Lebensdauer durch Leihen verlängert? Nein, wird sie nicht, aber die Nutzungsintensität steigt. Dadurch und durch Leihen statt Kaufen wird die Produktion von Gegenständen vermieden. Diese Effekte senken prinzipiell CO2-Emissionen. Dies ließe sich ausbauen, würden die Gegenstände bzw. deren Verschleiß-Teile durch Reparatur ersetzt bzw. ersetzt werden können (siehe auch geplante Obsolesenz).

Laut CO2-Bilanz des Umweltbundesamts entstehen von insgesamt 11,62 t CO2, die pro Person im Durchschnitt und pro Jahr in Deutschland anfallen, immerhin 4,42 t CO2 aus dem non-food-Konsum. Daher ist die Wiederverwendung von gebrauchten Gegenständen und die Möglichkeit der gemeinsamen Nutzung sehr bedeutsam. Unser Motto lautet ja ‚Teilen ist Zukunft‘: der soziale Aspekt, das gemeinsame Erlernen von gelebten Alternativen spielt in unserem Verständnis für die Zukunftsfähigkeit unserer Gesellschaft(en) eine zentrale Rolle.

Welche CO2-Rechner gibt es, die als Vorbild für einen Cosum-CO2-Rechner dienen könnten?

Es gibt einige interessante C02-Rechner, die auf mehr oder weniger wissenschaftlicher Grundlage arbeiten.

Positiv für uns ist die Bereitschaft von Herr Prof. Dr. Kropp und dem PIK-Team, Cosum.de auch in Zukunft mit Beratungen zum CO2-Rechner und anderen Fragen zu begleiten.

Herzliche Grüße

Nikolai und Gerard

nikolai(at)cosum.de

gerard(at)cosum.de

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Quelle: http://www.wbgu.de/fileadmin/user_upload/wbgu.de/templates/dateien/vorschau-comic/comic_en.pdf

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